Vorabtest: TouchPal – der bessere Tastatur-Ersatz?
TouchPal: Standardlayout
Doch was bietet TouchPal überhaupt im Vergleich zur Android-eigenen Tastatur?
In der Standardeinstellung sieht die Tastatur dem gewohnten Android-Standard recht ähnlich. Es wird lediglich eine zusätzliche Taste angezeigt und jede Taste zeigt noch eine Zweitbelegung (ähnlich wie bei den Zahlen auf einer normalen Tastatur). Diese Zweitbelegung lässt sich durch tippen und gleichzeitigem nach-unten-ziehen des Fingers erreichen, was durchaus praktisch ist, da sich damit nahezu alle benötigten Sonderzeichen ohne Umschalten des Tastaturlayouts erreichen lassen. Im Gegensatz dazu führt klicken und nach-oben-ziehen übrigens zur Großschreibung des Buchstabens – die Benutzung der “Shift”-Taste wird damit defacto obsolet.
Darüberhinaus erweitert TouchPal das von der normalen Tastatur gewohnte Konzept der intelligenten Korrektur und Autovervollständigung. Worte können dabei komplett falsch geschrieben werden (”gskki” statt “hallo”) und es wird trotzdem erraten, was wohl gemeint sein könnte. Dabei übernimmt TouchPal das Wort direkt in das Textfeld, während es bei der Android-Tastatur ja nur ein Vorschlag ist, der aus der Wortliste übernommen werden kann. Dies ist im Alltag meistens durchaus nützlich, da so das korrigieren von Fehlern komplett wegfällt und der Schreibfluss damit nicht unterbrochen wird.
Es ist allerdings wirklich eine Geduldsprobe, Worte zu schreiben, die bisher nicht im Wörterbuch stehen. Hier korrigiert TouchPal immer wieder und verändert oder ergänzt Worte, die eigentlich komplett richtig eingetippt wurden. Zum Glück lässt sich die Autokorrektur sehr schnell durch eine Sondertaste (kurzfristig) deaktivieren.
Handy-Layout
Variante 1 bildet im Kern die bekannten Handytastaturen mit den zehn Zifferntasten und der bekannten Drei- bis Vierfachbelegung ab. Vor allem geübte “Handytipper” werden damit gut zurecht kommen, denn die Tasten sind natürlich deutlich größer und damit auch im Hochformat sehr sicher zu treffen.
Variante drei
Zum Umschalten zwischen den Layouts wird die Tastatur übrigens einfach nach links oder rechts gezogen (ähnlich wie der Home-Screen).
Sage und schreibe fünf Seiten mit (länderspezifischen) Sonderzeichen lassen sich, ähnlich wie bisher, über eine Sondertaste erreichen.
Fazit
Nach nur ein paar Stunden des Testens möchte ich eigentlich nie mehr zur Standard-Tastatur zurückkehren. Gerade beim Tippen im Hochformat lässt es sich deutlich schneller und fehlerfreier tippen; die intuitiven Zusatzfunktionen zum Schreiben von Großbuchstaben oder Sonderzeichen sowie zum Umschalten von Layout oder Autokorrektur, machen das Arbeiten jedoch auch grundsätzlich angenehmer und flüssiger.
Informationen zum genauen Erscheinungsdatum und zum Preis liegen bisher nicht vor. In den ersten Wochen soll TouchPal jedoch auf jeden Fall gratis angeboten werden.
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