Samsung Galaxy – Rücktritt vom Kaufvertrag
Angespornt durch die geglückten Rückgaben mehrerer Galaxy-Nutzer, welche in diesem Thread (in dem für Android-Nutzer übrigens äußerst empfehlenswerten Android-Hilfe.de-Forum) diskutiert werden, habe ich mich auch entschlossen mein Glück zu versuchen. So bin ich doch immer enttäuschter von Samsung – nicht, weil das Galaxy plötzlich schlecht geworden ist. Vieles gefällt mir an dem Gerät, aber die schon früher beschriebenen Problematiken und weiterhin fehlenden Funktionen wurden bislang nicht ausgemerzt.
Da das letzte Firmware-Update nun schon nahezu 5 Monate zurückliegt und von Samsung keine Neuigkeiten um das von vielen langersehnte Update auf Android 2.0/2.1 zu vernehmen sind, rechne ich mit dem Schlimmsten. Auch weil Samsung das eigene Betriebssystem Bada so vorantreibt, scheint fast vergessen, dass es noch andere Kunden gibt. Immerhin hat Samsung nun wohl ein Update auf Android 1.6 zu Ende Februar angekündigt. Seit Monaten die erste offizielle, wirklich glaubwürdige Aussage. Soll das beruhigen? Für mich eher beunruhigend, dass man es jetzt erst schafft, ein Update auf 1.6 anzubieten – 2.1 kommt dann 2030? Oder wie vermutet gar nicht (offiziell)?
Ganz hoffnungslos ist es nicht: Es gibt ein paar Jungs, die es ohne Samsungs Hilfe versuchen, und die haben bislang in meinen Augen bessere Arbeit geleistet als der Hersteller. Allein schon wegen der Transparenz, sodass man den Fortschritt verfolgen kann und an Fehlern ernsthaft gearbeitet wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es erfolgreich weitergeht und nicht aufgegeben werden muss, bevor das Ziel erreicht ist.
Vor allem aufgrund angekündigter und versprochener Funktionen (Tethering, Bluetooth) stehen die Chancen nun nicht schlecht, dass Samsung bzw. o2 die Handys zurücknehmen muss. Auch wenn ich mich mit dem rechtlichen nur sporadisch auseinandergesetzt habe, werde ich nun wie viele Andere versuchen, meinen Vertragsrücktritt durchzusetzen.
Der erste Versuch: Via Mail. Mit einem Inhalt, die der Vorlage aus dem Thread verdächtig ähnlich sieht. Vielleicht lässt sich das Ganze ja doch ohne viele Kosten (für beide Seiten!) regeln. Ich warte schon seit Tagen gespannt auf eine Antwort, spätestens nächste Woche werden härtere Geschütze aufgefahren.
Sollte man sich, wie nach der “Rücktrittswelle” zu erwarten, damit nicht einfach durchsetzen können und muss sich mit den irrwitzigen, unbeholfenen Aussagen des Supports zufriedengeben, bleibt die Möglichkeit das Gerät einschicken zu lassen. Da die Reperatur (mit der aktuellen Firmware, wohlgemerkt!) zum Scheitern verurteilt ist, ein ziemlich langwieriges Verfahren. Nach zweimaliger fehlgeschlagener Reperatur sollte es möglich sein, das Handy zum vollen Verkaufspreis zurückzugeben – so der Plan.
Ich werde von der Umsetzung berichten, mit der Hoffnung, dass ich nicht allzu lang auf einen Androiden verzichten muss. Interessant gestaltet sich für mich die Frage, wer die entstehenden (rückwirkenden!) Gewinn- & Umsatzeinbußen trägt. Kann o2 die (auch von o2) falsch beworbenen Galaxys einfach an Samsung zurückgeben und bleibt nur auf der Gewinnspanne sitzen? Oder muss o2 gar die ganzen Kosten tragen und kann das Handy nichtmal zum Einkaufspreis zurückgeben?
Und wenn alles gut geht, steht schon der Wunschkandidat bereit: HTC Desire. (Wie man vernommen hat – das bessere Nexus One?)
Auf jeden Fall geht’s hier Androidig weiter. Zukünftig auch wieder häufiger.
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Interessante Gedanken, die ich ähnlich auch hatte.
Meine Vermutung ist das hinter dem Galaxy-Debakel schlicht ein wenig nachhaltig denkendes Management sitzt. Dieses sieht wahrscheinlich keinen Sinn darin ein Update für Produkte zu produzieren welche keinen Gewinn mehr einbringen. Allerdings spricht es für ein schlechtes Controlling, dass die durch Rückgaben und Reperaturen (meist sehr hohen Kosten) den Gewinn ja wieder schmälern.